Fragen & Antworten zum Biotemplating
Wie können Biomoleküle sinnvoll bei so hohen Temperaturen eingesetzt werden, bei denen sie zweifellos zerstört werden?
Aufgabe der biologischen Template ist es nur, das Edelmetall während der Herstellung des Katalysators besser zu positionieren.
Sind die verwendeten speziellen Biomoleküle nicht sehr teuer, ähnlich wie Pharmazeutika?
Nein, im Gegensatz zur Herstellung von Pharmazeutika muss der Prozess nicht vollständig keimfrei geführt werden. Von Namos verwendete biotechnologische Prozesse sind mit denen der Lebensmitteltechnologie vergleichbar.
Können nicht die in Biomoleküle oftmals auftretenden Schwefelverbindungen den Katalysator vergiften?
Ein derartige Vergiftung wurde noch nicht beobachtet und wäre auch nur unmittelbar nach der Herstellung möglich, da die Biotemplate im Gegensatz zum Treibstoff nur eine einmalige Schwefelquelle darstellen.
Für welche Beschichtungsprozesse eignen sich die biologischen Zusätze, z. B. beim Einschritt- oder Zweischrittverfahren?
Grundsätzlich können die biologischen Zusätze sowohl in der Zubereitung von Washcoats verwendet werden, als auch bei der Imprägnierung beschichteter Träger.
Kann die Verwendung der biologischen Zusätze die Eigenschaften des Schlickers verändern, sodass die Trägerbeschichtung dadurch beeinflusst wird?
Grundsätzlich ja, insbesondere bei Verwendung von metallischen Trägern. Gegebenenfalls muss eine Anpassung der Zusätze und/oder des Schlickers erfolgen. Diese Frage ist noch das Thema aktiver Entwicklungsarbeiten.
Gibt es Ergebnisse für die Verwendung in Dreiwegekatalysatoren (TWC)?
Derzeit noch nicht. Die Entwicklung konzentriert sich gegenwärtig auf den Einsatz bei Dieselfahrzeugen im DOC sowie im Partikelfilter.